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Aus der Geschichte des Radebeuler Bahnhofs
Schon im Jahre 1839 erhielt Radebeul eine Station an der ersten deutschen Fernbahnstrecke Dresden-Leipzig. Mit dem Bau der Schmalspurbahn nach Radeburg wurde 1883/84 die Haltestelle zum Spurwechselbahnhof erweitert. Beim viergleisigen Ausbau der Dresdner Vorortbahnen erhielt der Bahnhof im Jahr 1900 die zum großen Teil noch heute erkennbare Ausdehnung und seine Gebäude im zeittypischen rot-gelben Klinker-Baustil. Neun Jahrzehnte diente diese Anlage dem täglichen Eisenbahnverkehr.
Der Güterboden an der Ladestraße musste mehrmals erweitert werden. Das Abfertigungsgebäude bekam ein weiteres Stockwerk und der Ladeschuppen zwei Anbauten, so dass das Gebäude seine heutige Gesamtlänge von fast 100 m erreichte. Immer führte ein schmalspuriges Ladegleis in den Güterboden hinein, um Waren im Trockenen verladen zu können.
Zu Beginn der 1990er Jahre verlor der Bahnhof zusehends seine Bedeutung im Güterverkehr, bis dieser schließlich ganz eingestellt wurde. Der Güterschuppen stand nach einer kurzen gewerblichen Nutzung seit fast zehn Jahren leer und verfiel zusehends.
Nun wollen wir gemeinsam mit Ihnen den historischen Güterboden zu neuem Leben erwecken.
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